Jugendarbeit ist für Kinder und Jugendliche „systemrelevant“ – vor allem in Corona-Zeiten!

Pressemitteilung vom 02. Juni 2020

Die Corona-Krise verschärft die angespannte Lage der Jugendverbände in Lüneburg. Die Verordnung des Landes Niedersachsen zu Schutzmaßnahmen in Gruppenräumen blendet die tatsächlichen Umstände der Arbeit der Verbände aus und verhindert sie in vielen Fällen.

Seminarergebnis aus der Vor-Covid19-Zeit

Junge Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Organisationen, die außerhalb der schulischen Bildung liegen – wie Sportvereine, Jugendverbände oder Jugendzentren, sie engagieren sich in Vereinen und haben Freundschaftsnetzwerke. Dieses ist von jetzt auf gleich zum größten Teil weggebrochen, oftmals kann eine Umorganisation in digitale Formate nicht stattfinden oder wird als nicht ausreichend wahrgenommen. Viele, wenn nicht die meisten Jugendverbände arbeiten unter sowohl räumlich, als auch personell prekären Bedingungen, die sich gerade in Covid19-Zeiten sehr deutlich zeigen. Und diese prekäre Situation ist in aller Regel in den Kommunen hausgemacht: Mangelnde substanzielle Förderung von Jugendverbänden, die nicht zutreffende Disqualifizierung als »streichbare Leistung«, dieser wichtigen außerschulischen Bildungsarbeit und das weitgehende Ausblenden der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen werden gerade in dieser Krise sichtbar.

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Online-Workshops: Prävention sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit

Nicht nur nach den Entwicklungen im Missbrauchsfall von Lüdge will der Landesjugendring Niedersachsen e.V. den Bereich Prävention sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit noch einmal mit verschiedenen Modulen weiterbearbeiten und durch die verschiedenen Impulse dazu beitragen, dass die Prävention sexualisierter Gewalt und das Erkennen von möglichen Kindeswohlgefährdungen durch die ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden der Jugendarbeit weiter verbessert wird.

So finden nun in Absprache mit unserem Kooperationspartner, dem Deutschen Kinderschutzbund, noch vor der Sommerpause verschiedene Online-Workshops statt. Zielgruppe hier sind ausdrücklich auch ehrenamtlich tätige (junge) Menschen in der Jugendarbeit:

  • Die erste Qualifizierungseinheit  ist nun für den 13.06.2020 terminiert. Thema ist hier: „Über meine Grenzen – alles nur Spaß?” Dieser erste Workshop ermöglicht es den Teilnehmenden, sich ihrer eigenen Grenzen bewusst zu werden. Hierbei werden auch mögliche Faktoren betrachtet, die es schwieriger machen, eigene Grenzen zu bemerken. (Anmeldeschluss 08.06.2020)
  • Am 26.06.2020 geht es dann um „Unter uns – über ein faires Miteinander”. In diesem zweiten Workshop erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich mit ihren Haltungen und Wünschen für ihr Miteinander auseinander zu setzen. Hier werden u.a. Themen wie Nähe – Distanz und Kommunikationsmuster näher betrachtet. (Anmeldeschluss: 11.06.2020)
  • Der dritte Teil, zu dem es noch keine Termin gibt, beschäftigt sich mit der Risiko und Ressourcenanalyse im eigenen Verband: „Wissen macht stark – Chancen und Grenzen im eigenen Verband”. Er greift Inhalte der beiden vorangegangenen Workshops noch einmal auf, vertieft sie und gibt die Möglichkeit, diese unter Einbeziehung des eigenen Verbandes noch einmal näher zu reflektieren und Ressourcen und Risikofaktoren zu erkennen.

Eine Teilnahme ist sowohl an einem Online-Workshop als auch an allen Qualifizierungseinheiten unabhängig voneinander möglich.

Weitere Qualifizierungsmodule sind für das zweite Halbjahr geplant.

Die Anmeldung erfolgt über www.ljr.de/termine/praevention-sexualisierter-gewalt-in-der-jugendarbeit . Die Zugangsdaten zur Veranstaltung werden im Nachgang an die Teilnehmenden versendet. 

Rückfragen bitte an dee@ljr.de.

Umfrage: Wie erleben Jugendliche die Pandemie?

Die Stiftung Universität Hildesheim führt zur Zeit eine Online-Umfrage durch und fragt Jugendliche ab 15 Jahren, wie diese die Corona-Pandemie erleben, was Jugendliche aktuell in ihrer Freizeit machen und welche Sorgen sie haben.

Nehmt gerne an der Umfrage teil oder leitet den Link an andere Jugendliche weiter: https://www.soscisurvey.de/jugend_corona/